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Förderung & Projekte

Ziel der europäischen Förderpolitik und der verschiedenen Programme ist es, Unterschiede im Lebensstandard der Menschen und Benachteiligungen einzelner Regionen auszugleichen. Gleichberechtigter Zugang und gleichberechtigte Nutzung von Ressourcen ist ein Grundgedanke seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl im Jahr 1957. Die Europäische Union hat seitdem im Rahmen der Kohäsionspolitik verschiedene Förder- und Finanzierungsinstrumente entwickelt, die von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Finanziert werden so beispielsweise Projekte der Regionalförderung, Forschung und Innovation oder auch Bildung und Kultur.

Mit Beginn des Jahres 2014 hat die neue EU-Förderperiode für die Jahre 2014-2020 begonnen. Mit zum Teil veränderten Schwerpunkten, insbesondere mit Blick auf die Ziele Europa 2020 wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Demografie, gilt es nun die EU-Förderung in Niedersachsen neu aufzustellen.

Damit das gemeinsame Operationelle Programm (OP) für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) einen möglichst wirkungsvollen und umfassenden Beitrag zur Erreichung der Strategieziele „Europa 2020" leisten kann, ist es in einen landesweiten strategischen Entwicklungsansatz eingebettet.

Niedersachsen steht vor der Herausforderung, dass sich demographische und ökonomische Unterschiede vergrößern und verfestigen. Dem wird die Landesregierung aktiv und engagiert entgegentreten. Zu diesem Zweck betreibt die Landesregierung unter Federführung der Staatskanzlei eine zielgerichtete Landesentwicklungspolitik, die den EU-Fördermitteleinsatz stärker an den regionalen Gegebenheiten ausrichten wird.

Diese Neuausrichtung zeichnet sich vor allem durch Folgendes aus:

  1. Mit Beginn der Förderperiode 2014-2020 werden die Mittel der drei großen Förderfonds EFRE, ESF und Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums(ELER) aus der Staatskanzlei heraus strategisch koordiniert auch zur Erreichung der Ziele der regionalisierten Landesentwicklung eingesetzt. Damit werden die Möglichkeiten der Programme besser und effizienter miteinander verzahnt, was angesichts der geringeren EU-Fördermittel in der neuen Förderperiode notwendig ist.
  2. Die seit Anfang 2014 arbeitenden Ämter für regionale Landesentwicklung organisieren den Prozess der Einbringung des regionalen Know-Hows in die Förderentscheidung und bereiten damit die Förderentscheidung mit vor. Auf der Grundlage von wissenschaftlich erstellten Stärken- und Schwächen-Profilen der einzelnen Regionen werden Entwicklungsperspektiven für die jeweilige Region erarbeitet.
  3. Die Leitung der Ämter für regionale Landesentwicklung obliegt den jeweiligen Landesbeauftragten. Sie sorgen für die Einbindung der regionalen Akteure vor Ort, wie z. B. der Kommunen, der Wirtschaftsvereinigungen, der Umwelt- und Sozialpartner, der Hochschulen und damit für einen breiten Konsens hinsichtlich der Entwicklung der Region unter Nutzung der EU-Förderung.

Mit diesen Maßnahmen setzt die Landesregierung die Kohäsionspolitik der EU konsequent und zielstrebig um und gewährleistet einen zielgerichteten Mitteleinsatz für optimale Entwicklungs- und Wachstumsimpulse in den jeweiligen Regionen des Landes. Damit wird den zunehmenden Disparitäten in den Lebensverhältnissen in den Regionen aktiv entgegengetreten und allen Regionen des Landes eine Perspektive zur Entwicklung gegeben.

 

Aufgaben und Ansprechpartner

Dienstgebäude Braunschweig

Artikel-Informationen

16.09.2016

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